Waschrohstoffe

Was sind Waschrohstoffe?

Wasch- und Spülmittel bestehen aus sogenannten Waschrohstoffen. Die Waschleistung der Waschmittel ist dabei abhängig von der richtigen Kombination der einzelnen Komponenten.

Grundsätzlich sind alle Waschmittel ähnlich aufgebaut. Sie enthalten vor allem waschaktive Substanzen, die unter dem Begriff “Tensid” zusammengefasst werden.

Neben den Tensiden sind noch weitere Komponenten notwendig. Diese haben unter anderem die Aufgabe, das Wasser zur Erhöhung der Waschleistung zu enthärten, die Textilien optisch aufzuhellen, schwer entfernbare organische Reste abzubauen oder hartnäckige Flecken zu bleichen.

Bleichmittel müssen oft vor Schwermetallionen geschützt werden, um stabilisiert zu werden. Als Stabilisatoren werden heute Phosphonate eingesetzt, die als Komplexbildner diese Schwermetallionen binden.

Des Weiteren gibt es noch sogenannte Inhibitoren, welche unter anderem die Aufgabe besitzen, die Wiederverschmutzung oder Verfärbung der Textilien zu verhindern. Außerdem werden zur Schaumdämpfung auch sogenannte Schauminhibitoren eingesetzt.

Im Folgenden sollen die wichtigsten Waschrohstoffe etwas näher beschrieben werden.

Tenside

Bei den Tensiden handelt es sich um die eigentlichen waschaktiven Substanzen, welche den Schmutz von der Oberfläche der Textilien entfernen. Sie besitzen immer einen hydrophoben und einen hydrophilen Abschnitt im Molekül. Somit sind sie in der Lage, zwei unmischbare Komponenten wie unter anderem Öl und Wasser miteinander zu vermischen. Dabei verbinden sich der hydrophile Teil des Moleküls mit den Wassermolekülen und der hydrophobe Teil mit Fett, Öl oder Schmutzpartikeln, die sich in der öligen Phase befinden. Auf diese Weise kann der Schmutz leicht von jeder Oberfläche entfernt werden.

Es muss außerdem erwähnt werden, dass es sich bei den Tensiden um keine einheitliche Stoffgruppe handelt. Das Gemeinsame dieser Substanzen besteht in der Fähigkeit, die Grenzflächenspannung zwischen zwei unmischbaren Phasen herabzusetzen. Es gibt anionische, kationische, nichtionische oder amphotere Tenside.

Zu den anionischen Tensiden gehören unter anderem Alkanbenzolsulfonate (LAS), die aus Erdöl hergestellt werden. Sie sind jedoch schlecht biologisch abbaubar, sodass sie immer öfter durch umweltfreundlichere Produkte ersetzt werden. Eine bessere biologische Abbaubarkeit besitzen die Alkansulfonate (SAS), die Fettalkoholethersulfate (FAES) und die Fettalkoholsulfate (FAS). Die FAS werden sogar aus biologischen Ausgangsstoffen wie Kokos- oder Rapsöl hergestellt.

In Wasch- und Spülmitteln werden immer häufiger auch Fettalkoholethoxylate (FAEO) oder Alkylpolyglucoside (APG) auf Zuckerbasis eingesetzt. Diese Substanzen zählen zu den sogenannten nichtionischen Tensiden. Sie sind gut biologisch abbaubar, umweltverträglich und werden aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt.

Wasserenthärter

Die Enthärter besitzen die Aufgabe, den Kalziumgehalt im Wasser zu reduzieren, um die Tensidleistung zu verbessern. Ursprünglich wurde Soda als Enthärter eingesetzt. Dann folgten in den Dreißiger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts Phosphate, die diese Aufgabe fortan übernahmen. Aufgrund der zunehmenden Umweltbelastung durch Eutrophierung der Gewässer gewinnen heute Zeolithe als Komplexbildner zur Wasserenthärtung eine immer größere Bedeutung.

Enzyme

Auch Enzyme spielen als Waschrohstoffe in Wasch- und Spülmitteln eine große Rolle. Sie sind in der Lage, verfestigte Verschmutzungen aus stärke- oder eiweißhaltigen Essensresten abzubauen. Dabei werden langkettige Stärke- oder Proteinmoleküle in ihre niedermolekularen Bestandteile aufgespalten, die dann durch deren gute Wasserlöslichkeit schnell entfernt werden können.

Optische Aufheller

Optische Aufheller sind organische Verbindungen, die ultraviolettes Licht absorbieren und blaues Licht aussenden können. Die Aufheller erzeugen somit einen Blaustich, der als besonders reines Weiß empfunden wird.

Sonstige Inhaltsstoffe

Zu den sonstigen Inhaltsstoffen zählen unter anderem Riechstoffe, Farbstoffe, Füllstoffe und Konservierungsstoffe.